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Magdalena Rogl hat Tipps für dich und Helfer:innen

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Magdalena Rogl ist Managerin bei Microsoft – und ein großes Vorbild: Im Goldkind-Podcast spricht sie darüber, wie sie sich selbst geholfen hat. Und hat Tipps für Helfer:innen.

Magdalena Rogl ist Managerin bei Microsoft – und ein großes Vorbild: Im Goldkind-Podcast spricht sie darüber, wie sie sich selbst geholfen hat. Und hat Tipps für Helfer:innen.

In unserem Podcast sprach sie darüber, wie du mit schwierigen Situationen umgehen kannst. Und was Erwachsene tun können, wenn sie ahnen, dass ein Kind Hilfe braucht. Von Magdalena Rogl kann man ganz schön viel lernen. Alles Wichtige aus dem Gespräch zusammengefasst zum Nachlesen.

Was kann ich für mich anders machen?

Kinder suchen die Schuld immer bei sich selbst – auch bei Magdalena Rogl war das so: War sie nicht richtig – so, wie sie war? Bestärkt haben das die Menschen in ihrem Umfeld: Die haben Schattenseiten und die Probleme innerhalb der Familie einfach nicht gesehen – oder nicht sehen wollen. Alle fanden, ihr Vater sei ein toller Mann. Also musste doch sie daran schuld sein, wenn er daheim gewalttätig war, wenn Situationen eskalierten und Beziehungen zu geliebten Menschen nicht funktionierten.

Nein! Du bist nicht schuld und dein Gefühl ist richtig: Trau deinem Urteil und such dir Hilfe.

Die Warum-Frage

Die Antwort auf die Frage, warum der Papa sich so verhält, lautet nicht: Weil du verkehrt bist.

Es gibt weder einen Grund und noch eine Entschuldigung für das Verhalten des Vaters, schon gar nicht das Kind selbst.

Die bessere Frage ist, rät Magdalena: Was kann ich jetzt tun? Und was kann ich einmal anders machen als meine Eltern? Denn viele Kinder, die Gewalt erleben, werden später selbst gewalttätig.

Vertrau dich jemandem an

Niemand muss alles mit sich allein ausmachen. Reden tut gut, sich Zeit zu nehmen, um selbst in Ruhe über Situationen nachzudenken, auch.

Eine Therapie kann es erleichtern, mit der Situation umzugehen und mit der Scham und Schuldgefühlen, die damit zusammenhängen. Magdalena Rogl hat hier Hilfsmöglichkeiten und Konsequenzen aufgezeigt bekommen – und endlich jemanden gefunden, der ihr glaubt und auf ihrer Seite ist.

Und noch etwas Wichtiges hat die Therapie bewirkt: Dem Vater die Macht über ihr Leben abzusprechen und selbst die Zügel in die Hand zu nehmen.

Lass dich bitte nicht entmutigen, wenn erwachsene Freund:innen oder Vertrauenspersonen nicht gleich etwas unternehmen oder wenn sie vielleicht sogar den Eindruck machen, dass sie dir nicht glauben. Ein Kind in Not muss sechs bis acht Erwachsene ansprechen, bist ihm jemand glaubt. Das ist grässlich.

Das heißt aber auch: Gib bitte nicht auf, nur weil jemand nicht hinschaut, nicht zuhört.

Erwachsene: Seid für Kinder da, die eure Hilfe brauchen

Diese Kette kannst du beenden!

Bist du eine Tante, ein Onkel, eine Lehrkraft oder Trainer:in? Bitte schau hin – und hör zu, wenn sich ein Kind an dich wendet und von Problemen daheim erzählt oder du den Eindruck hast, da könnte was nicht in Ordnung sein.

Magdalena Rogl hat das erlebt: Freundinnen, Lehrer, Kinderärztinnen, die über sichtbare Wunden hinweggesehen haben. Oder nicht den Mut hatten, Konsequenzen daraus zu ziehen. Sie wünscht sich, dass wir als Gesellschaft mehr Empathie zeigen. Dass wir hinschauen, weil wir Verantwortung für die Kinder tragen.

 

Das komplette Gespräch mit Magdalena Rogl im GOLDKIND-Podcast mit Alexander Nusselt findest du hier.

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