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Lesetipps: Mit Kindern sprechen – über Depression
Lesetipps: Mit Kindern sprechen – über Depression

Lesetipps: Mit Kindern sprechen – über Depression

Ein Elternteil ist krank. Stets stellt sich die Frage: Wie vermittle ich das einem Kind? Vor allem, wenn es um komplexe und noch immer häufig tabuisierte psychische Erkrankungen geht. Bücher wie diese beiden erleichtern es Erwachsenen, mit Kindern über die Depression von Mama oder Papa zu reden.

 

Kindgerechte Bücher zum Thema Depression: "Papa Panda ist krank" und "Papas Seele hat Schnupfen".

Lesetipp: Zwei kindgerechte Bücher zum Thema Depression sind “Papa Panda ist krank” und “Papas Seele hat Schnupfen”.

 

Reflexartig neigen viele Erwachsene dazu, Depressionen in der Familie zu verschweigen. Auch vor den Kindern. Man will sie nicht belasten, man schreckt vor der Auseinandersetzung zurück.

So verständlich das ist: Besser ist es, mit Kindern zu sprechen, wenn ein Familienmitglied krank ist. Denn Kinder spüren meist, dass etwas nicht in Ordnung ist. Und ohne gute Erklärung neigen sie dazu, die Schuld für die Situation bei sich zu suchen – was zur Doppelbelastung wird.

Eine sehr gute Hilfe dabei, das schwierige Thema Depression mit jüngeren Kindern zu besprechen, bieten Kinderfachbücher wie diese beiden.

 

“Papas Seele hat Schnupfen – Papas bunte Brücke”

(Claudia Gliemann, Illustration: Ann Cathrin Raab; Monterosa Verlag)

In der Reihe “Papas Seele hat Schnupfen”, die sich mit Kindersachbüchern und Unterrichtsmaterialien bereits seit 2014 mit dem Thema Depression befasst, gibt es seit Mitte 2022 ein Bilderbuch, das sich auch für jüngere Kinder (ab 4 Jahren) eignet: Mithilfe von “Papas Seele hat Schnupfen – Papas bunte Brücke” können Erwachsene und Kinder gemeinsam herausfinden, was es mit der Traurigkeit von Papa (oder Mama) auf sich hat. Die kleine Nele und ihre Familie sind Zirkusartisten. Mit viel Fantasie erzählt das Buch von ihrem Zirkusleben – doch dann wird Neles Papa immer trauriger. Der Dumme August erklärt ihr, dass sie nichts falsch gemacht hat und dass Papa krank ist. Gemeinsam machen sie sich daran, Hilfe für Papa zu finden. Und sie geben dabei nicht auf – und vergessen nicht, wie wichtig es ist, Liebe und Freude im Leben zu bewahren.

 

Im Anschluss an die Geschichte von Nele führt das Buch Links mit Hilfsangeboten an. Besonders gelungen ist, dass eine Ärztin Kinderfragen zum Thema Depression beantwortet (und hier auch Erwachsene dazulernen können): “Ist die Krankheit ansteckend?” “Darf ich weiter fröhlich sein?” Das sind zwei Beispiele für Fragen, die Erwachsene mithilfe des Buchs gemeinsam mit Kindern lösen können. Dazu gibt es ein ABC mit wichtigen und scheinbar unwichtigen Begriffen, die Kindern spielerischen Zugang zum Thema erleichtern. 

 

 

“Papa Panda ist krank”

(Anne Südbeck, Mabuse-Verlag)

Familie Panda ist eine ganz normale Familie: Papa, Mama und zwei Kinder. Der kleine Paul geht schon zur Schule, sein kleiner Bruder noch nicht. Das Bilderbuch schildert Pauls Situation, als Papa plötzlich nicht mehr mit ihm spielen mag und traurig ist. Die Schuldgefühle, die ein Kind in dieser Lage plagen, werden thematisiert und aufgelöst: Das Buch macht kindgerecht klar, dass Papa krank ist, niemand ist daran schuld – und es gibt Menschen und Kliniken, die Papa helfen können, gesund zu werden. Auch diesen Weg reißt das Kinderbuch kurz an. Inklusive der Frage nach dem Fröhlichsein und des Tipps, dass das Kind nicht alles zu Hause erledigen muss, nur weil Papa oder Mama überlastet sind. “Deine Gefühle sind ok”, ist eine der Botschaften von “Papa Panda” und dem kleinen Paul

 

Für die weitere Auseinandersetzung mit dem Thema Depression in der Familie enthält das Buch im Anhang Tipps für Kinder und Eltern und führt Beratungsangebote auf, an die sich Betroffene wenden können. Das Buch eignet sich gut für Grundschulkinder.

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