Dr. Lydia Unterberger, 37, unterstützt als zweite Geschäftsführerin seit 1. November 2025 die GOLDKIND Stiftung für Kinder aus dysfunktionalen Familien. Die Psychologische Psychotherapeutin bringt eine lange Praxiserfahrung mit, zuletzt in der Münchner Gemeinschaftspraxis „Zentrum für Verhaltenstherapie und Neuropsychologie“, wo sie Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene psychotherapeutisch und neuropsychologisch betreut.
Neben ihrer Praxistätigkeit wirkt Dr. Lydia Unterberger als Lehrbeauftragte an verschiedenen Universitäten und Fort- und Ausbildungsinstituten sowie als Referentin vor allem im Bereich Klinische Neuropsychologie. Nach ihrem Studium in München und Straßburg promovierte sie an der LMU München am Lehrstuhl für Neuropsychologie und leitete die multidisziplinäre Beratungsstelle für visuelle Wahrnehmung in Bayern am Sehbehinderten- und Blindenzentrum Südbayern. Nach der Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie arbeitete sie zunächst als niedergelassene Therapeutin in einer eigenen Praxis, die später in die Gemeinschaftspraxis „Zentrum für Verhaltenstherapie und Neuropsychologie“ überging.
Bei der Stiftung GOLDKIND wird sie die bisherige Geschäftsführerin Carolina Milberg, 59, die seit Gründung der Stiftung 2021 die Stiftung maßgeblich geprägt hat, im Tagesgeschäft unterstützen und gemeinsam mit ihr die künftige strategische Ausrichtung der Stiftung verantworten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Ausweitung digitaler Hilfen für Kinder und Jugendliche, die in belasteten Familien leben, dem Kernangebot der in München ansässigen Stiftung.
„Wir haben in Deutschland das Privileg eines umfassenden Gesundheitssystems. Gleichzeitig kann es oft erst dann helfen, wenn die psychische Störung schon da ist“, sagt Dr. Lydia Unterberger. „Immer mehr Jugendliche und Kinder erkranken psychisch und benötigen deshalb professionelle Unterstützung. Ziel muss es sein, durch frühe und niederschwellige Hilfen einzugreifen, damit psychische Erkrankungen in dem Ausmaß gar nicht erst entstehen. Ich erlebe immer wieder, dass eine frühzeitige Unterstützung den Familien viel Leid erspart hätte.“
„Gerade bei Kindern ist schnelles Handeln geboten“, sagt die Psychotherapeutin. „Sie können sich schnell an neue Strategien und Lösungen anpassen und diese lernen, ihre Persönlichkeit ist noch nicht endgültig entwickelt. Frühe und einfach zugängliche Hilfen sind daher besonders wichtig. Dadurch lernen Kinder und Jugendliche frühzeitig, wie sie sich selbst helfen können. So werden idealerweise von vornherein Strategien gelernt, die die Psyche und das Selbst des Kindes oder Jugendlichen schützen. Heute und in Zukunft.“
Neben den Kindern gilt das Augenmerk der Stiftung GOLDKIND auch den Eltern in belasteten Familiensystemen. Auch an dieser Stelle sieht Dr. Lydia Unterberger Handlungsbedarf: „Jede Familie stellt einen sensiblen Mikrokosmos dar. Viele Eltern haben die besten Absichten, sind dabei aber manchmal hilflos, überfordert, stehen unter Druck oder haben Schuldgefühle und schämen sich. Es kann sich in Familien eine Dynamik entwickeln, in der Eltern das Gefühl haben, die Verbindung zu ihren Kindern zu verlieren. Eltern in ihrer Kompetenz zu stärken, ist mir ein besonderes Anliegen bei GOLDKIND.“
Co-Geschäftsführerin Carolina Milberg: „Ich freue mich sehr auf die enge Zusammenarbeit mit Dr. Lydia Unterberger. Unsere Bekanntheit und unser Drehmoment sind in den vergangenen Monaten stark gewachsen, ebenso unsere Vernetzung innerhalb der Branche. Mit ihrem exzellenten Fachwissen in der Kinder- und Jugendpsychologie und einer profunden Vernetzung in der Branche wird Dr. Lydia Unterberger unser Wachstum und die digitalen Visionen für das Hilfsangebot der Stiftung GOLDKIND maßgeblich mit vorantreiben.“