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Studie: Warum manche Betroffene doch keine Therapie anfangen
Studie: Warum manche Betroffene doch keine Therapie anfangen

Studie: Warum manche Betroffene doch keine Therapie anfangen

Rund 90 Prozent der psychisch Erkrankten gehen gar nicht erst zur Therapie. Wie eine Umfrage zeigt, gibt es zahlreiche Hürden, die angebaut werden müssten, um den Betroffenen den Zugang zur Behandlung zu erleichtern.

Psychische Erkrankungen betreffen fast ein Drittel der Deutschen und gehen mit erheblichen Belastungen einher. Trotzdem nimmt weniger als ein Zehntel der Betroffenen innerhalb von drei Jahren eine Psychotherapie in Anspruch. Eine Befragung der Universität Magdeburg-Stendal am Lehrstuhl Angewandte Humanwissenschaften zeigt auf, wo die schwierigsten Hürden für die Einzelnen liegen.

Der schwerwiegendste Grund, erst gar keine Therapie zu beginnen, sind lange Wartezeiten, direkt gefolgt von der aufwendigen Therapieplatzsuche und den zu geringen Wahlmöglichkeiten zwischen den einzelnen Psycholog:innen. Auch dass die Psycholog:innnen keine Warteliste führen und dass zu wenig Expert:innen für bestimmte Störungsbilder verfügbar sind, wurde von den Befragten als Hinderungsgrund angesehen.

Quelle: "Hürdenlauf zur Psychotherapie: Was hält Menschen davon ab, eine Psychotherapie in Anspruch zu nehmen?" (2024) von Julia Darboven, Markus Zenger & Gabriele Helga Franke Hochschule Magdeburg-Stendal, Angewandte Humanwissenschaften. M=Mittelwert; SD = Standard-Abweichung (standard deviation).
Quelle: “Hürdenlauf zur Psychotherapie: Was hält Menschen davon ab, eine Psychotherapie in Anspruch zu nehmen?” (2024) von Julia Darboven, Markus Zenger & Gabriele Helga Franke Hochschule Magdeburg-Stendal, Angewandte Humanwissenschaften. M=Mittelwert; SD = Standard-Abweichung (standard deviation).

Als weitere Barrieren wurden benannt:

  • Probleme in der Abrechnung mit den Krankenkassen
  • der lange Anfahrtsweg
  • eigene zeitlich aufwendige Verpflichtungen

Für die Studie wurden 427 Teilnehmer:innen zwischen 18 und 84 Jahren befragt, die online rekrutiert wurden und die eine psychische Erkrankung aufweisen. Die Ergebnisse zeigen, so die Studienautor:innen, dass der Zugang zur Behandlung psychischer Erkrankungen verbessert werden könnte, indem strukturelle Hürden abgebaut würden und den Betroffenen eine einfachere und zeitnäherer Zugang ermöglicht würde.

Die Zusammenfassung der Studie ist hier zu finden.

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