Wenn Traurigkeit krank macht

Was ist eine Depression? Erfahre, woran du sie erkennst, wie sie entstehen kann und wo du Hilfe bekommst.

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Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Depression?

„Heut bin ich depri.“ Das lesen oder hören wir öfter. Viele sagen im Alltag, sie seien „depressiv“, wenn sie traurig oder niedergeschlagen sind. Doch eine Depression ist mehr als das: Sie ist eine ernstzunehmende Krankheit, die behandelt werden muss.

Nicht einfach „schlecht drauf“

1. Was sind die Merkmale und Ursachen einer Depression?

Eine Depression ist eine Krankheit, die die Stimmung stark beeinflusst, Fachleute sagen dazu „affektive Störung“. Betroffene fühlen sich dauerhaft (mindestens zwei Wochen am Stück) traurig, leer oder niedergeschlagen. Diese Stimmung lässt sich nicht einfach durch Ablenkung oder Aufmunterung vertreiben. Depressionen können in Phasen (man nennt sie Episoden) oder dauerhaft auftreten – und sie können leicht, mittel oder schwer sein, je nachdem, wie viele Symptome einer Depression bestehen.

Depressionen haben oft nicht eine einzelne Ursache. Es kommt vieles zusammen: Gene, Vorerfahrungen, die eigene Persönlichkeit, die aktuelle Situation. Stress, Überforderung, belastende Erlebnisse oder hormonelle Veränderungen können eine Depression auslösen.

Behandlung hilft: Mit professioneller Hilfe, Verständnis und Geduld ist es möglich, wieder Stabilität und Lebensfreude zu finden. 

2. Wie erkennt man eine Depression?

Zu den Anzeichen gehören

  • eine dauerhaft gedrückte Stimmung
  • kaum Freude an Dingen, die früher Spaß gemacht haben
  • starke Erschöpfung oder das Gefühl, nichts schaffen zu können
  • Konzentrationsprobleme und Schlafstörungen
  • geringes Selbstwertgefühl und Schuldgefühle
  • manchmal auch Gedanken daran, nicht mehr leben zu wollen

Achtung: Bei drängenden Suizidgedanken oder akuter Selbstgefährdung wähle sofort die 112. Rund um die Uhr erreichbar sind außerdem die Telefonseelsorge (Telefon 0800 110 111) und der Ärztliche Bereitschaftsdienst (Telefon 116 117).

3. Depression bei Eltern: Anmerkungen

Wenn ein Elternteil depressiv ist, kann das für Kinder und Jugendliche sehr verwirrend sein oder Angst machen. Ein Vater oder eine Mutter wirkt dann vielleicht traurig, zieht sich zurück, ist schneller müde oder hat kaum Energie. Das liegt an der Krankheit – nicht an den Kindern.

Wichtig: Niemand ist schuld, wenn ein Elternteil depressiv ist. Trotzdem ist es normal, sich Sorgen zu machen oder wütend zu sein. Es hilft, mit jemandem darüber zu sprechen. Kein Kind ist Partner-Ersatz für die Eltern und auch nicht für ihre Behandlung zuständig!

4. Hilfe bei Depression: Was kann man tun?

Depression ist behandelbar. Psychotherapie, psychologische Hilfe und auch Medikamente können helfen. Niemand sollte still leiden oder glauben, es gehe von selbst vorbei. Hilfe zu suchen ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche. Auch kleine Schritte können den Weg aus der Depression ebnen – hin zu mehr Kraft, Zuversicht und Lebensfreude. 

Wenn du oder jemand, den du kennst, betroffen ist: Reden hilft – mit Freund:innen, einer vertrauten Lehrkraft oder in einer Beratungsstelle.

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