Persönlichkeitsstörungen

Wir sind einzigartige Persönlichkeiten, jede und jeder von uns. Es ist wunderschön, dass die Menschheit eine solche Vielfalt an Charakteren und Persönlichkeitsausprägungen aufweist. Wir alle haben Stärken und Schwächen, Macken und Ticks – die machen uns manchmal liebenswert und manchmal ecken wir damit an. Das führt dann schon mal zu Missverständnissen oder ernsten Konflikten. 

 

Von einer Persönlichkeitsstörung sprechen wir aber erst, wenn eine Ausprägung das Miteinander und das tägliche Leben beeinträchtigt. Dann wird geschaut, ob alle Lebensbereiche dieser Person betroffen sind, wie schwer sich das auswirkt und welche Merkmale die Persönlichkeitsstörung aufweist. Welche das sind, zeigen wir dir kurz & knapp weiter unten. 

 

Diese Störungen mit all ihren Details und Ausprägungen dienen der Orientierung, sie können nur von Fachleuten festgestellt und behandelt werden. Als Schubladen, in die wir andere Menschen stecken, sind sie nicht gedacht. Dieser Überblick hilft, Verhalten besser zu verstehen. Er ersetzt keine Diagnose. Wenn du den Verdacht hast, dass eine Störung vorliegt, bitte such professionelle Hilfe. 

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Achsen der Persönlichkeitsstörungen

Persönlichkeitsstörungen werden von der Weltgesundheitsorganisation WHO im Verzeichnis ICD-11 definiert und eingeteilt. Es beschreibt Persönlichkeits­störungen nach Schweregrad und nach Merkmalen (z. B. Distanziertheit, Enthemmung). Zusätzlich kann ein Borderline-Musteer angegeben werden.

Negative Affektivität

Pessimismus, negative Grundhaltung, mangelnde Emotionsregulation sowie Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, starke Ängste.

Distanziertheit

Menschen wirken kühl, fehlende soziale Kontakte und Bindungen, Schwierigkeiten, Gefühle zum Ausdruck zu bringen, emotionale Distanz

Dissozialität

Missachtung der Rechte und Gefühle von Mitmenschen, extreme Selbstüberzeugtheit, Empathiemangel, Aggressivität. Hier finden sich viele Merkmale der narzisstischen Persönlichkeitsstörung.

Enthemmung

Impulsivität, voreilige Reaktion auf innerliche und äußerliche Vorgänge, Ablenkbarkeit, Unzuverlässigkeit

Anankasmus

Einengung auf starre, perfektionistische Standards, Kontrolle des eigenen Verhaltens und der Mitmenschen, Detailversessenheit

Borderline-Muster

Instabilität von zwischenmenschlichen Beziehungen, extreme Impulsivität, unüberlegte Handlungen, Selbstverletzung, Zustände der Dissoziation (Ansprechbarkeit verringert, keine Interaktion möglich)

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